+49 800 85 473 61

Ratgeber

KV-Dienst verkaufen – Alles zum ärztlichen Bereitschaftsdienst

KV-Dienst verkaufen oder abgeben: Gründe, Wege und Plattformen für die Vertretung im ärztlichen Bereitschaftsdienst. Inklusive Definition, Fahrdienst und Sitzdienst.

1/5·Dienstart

Welche Art von Dienst?

Je nach Auswahl passen wir die nächsten Schritte an.

MR

MeinDienstarzt Redaktion

·

KV-Dienst verkaufen – Alles zum ärztlichen Bereitschaftsdienst

Warum einen KV-Dienst verkaufen?

Die Motivation für den Verkauf eines KV-Dienstes liegt primär in der zeitlichen Entlastung des niedergelassenen Vertragsarztes. Die Gründe für eine Vertretung sind vielfältig: Sie reichen von Terminkollisionen mit privaten oder beruflichen Verpflichtungen – wie Fortbildungen, Urlaub oder familiären Ereignissen – bis hin zum Wunsch nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance und einem freien Wochenende.

Ein weiterer Grund liegt in der Fachrichtung. Viele Ärzte arbeiten in Bereichen, die weit weg von der klassischen Allgemeinmedizin liegen, die im Bereitschaftsdienst aber meistens gefragt ist. Das betrifft zum Beispiel Radiologen, Strahlentherapeuten, Gynäkologen oder Psychiater. Für sie ist es oft eine große Entlastung, den Dienst an Internisten oder Allgemeinmediziner abzugeben, da diese in der Akutversorgung viel mehr Routine haben.

Wie kann man einen KV-Dienst verkaufen?

Es gibt verschiedene Wege, die Dienste abzugeben:

  • Kollegiale Lösung
    Man bittet einen niedergelassenen Kollegen, den Dienst zu übernehmen oder zu tauschen.

  • KV-Listen
    Man fragt bei seiner Kassenärztlichen Vereinigung nach, ob sich Ärzte freiwillig gemeldet und Kontaktdaten für eine Vertretung hinterlassen haben. Diese kann man direkt kontaktieren.

  • Externe Ärzte
    Man kontaktiert bekannte, nicht niedergelassene Mediziner. Oft melden sich auch Mitarbeiter aus dem Krankenhaus, meist Assistenzärzte, bei den Niedergelassenen, um durch die Übernahme von KV-Diensten einen Nebenverdienst zu generieren.

Wo kann man einen KV-Dienst verkaufen?

Für die Vermittlung stehen im Wesentlichen zwei Kanäle zur Verfügung:

  • Dienstplanportale
    Viele KVen bieten ein internes Portal an. Hier kann man seinen Dienst anderen Ärzten, die ebenfalls Zugang haben, zur Übernahme anbieten.

  • Spezialisierte Dienstleister
    Man beauftragt Experten wie meindienstarzt. Wir verfügen über ein deutschlandweites Netzwerk an Ärzten, die als ärztlichen Nebenverdienst gerne Bereitschaftsdienste für niedergelassene Kollegen übernehmen. Gegen eine Gebühr wird hier professionell ein Vertreter vermittelt, was viele organisatorische Vorteile bietet.

Was ist der KV-Dienst? Definition und rechtlicher Rahmen

Kurz gesagt handelt es sich beim KV-Dienst um den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Organisation obliegt dabei der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV), was regional unterschiedlich gehandhabt wird.

Die Sicherstellung dieser Dienste ist bundesweit gesetzlich geregelt durch § 75 Abs. 1 und 1b des SGB V. Für die konkrete Durchführung sind die 16 Bundesländer mit ihren insgesamt 17 KVen verantwortlich (Besonderheit: NRW ist unterteilt in Nordrhein und Westfalen-Lippe). In der Praxis unterscheidet man zwei Formen:

  • Fahrdienst
    Der Arzt oder die Ärztin fährt für einen Hausbesuch direkt zu den Patienten.

  • Sitzdienst
    Der Patient begibt sich selbstständig in eine spezielle Praxis des Bereitschaftsdienstes, oft eine Notfallpraxis am Krankenhaus.