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Ratgeber

KV-Dienst abgeben: Kosten, Abläufe und rechtliche Möglichkeiten

Was kostet es, einen KV-Dienst abzugeben? Überblick zu Kosten, Abläufen, rechtlichen Grundlagen und Vermittlungswegen im ärztlichen Bereitschaftsdienst.

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MeinDienstarzt Redaktion

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KV-Dienst abgeben: Kosten, Abläufe und rechtliche Möglichkeiten im Bereitschaftsdienst

Warum verkauft man seinen KV-Dienst?

Die Entscheidung, einen KV-Dienst abzugeben, dient in erster Linie dazu, die persönliche Dienstpflicht als niedergelassener Vertragsarzt zu delegieren. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Häufig bestehen zeitliche Überschneidungen mit privaten Verpflichtungen wie familiären Ereignissen, geplantem Urlaub oder Fort- und Weiterbildungen. Nach vielen Jahren intensiver beruflicher Tätigkeit wächst zudem bei vielen Ärztinnen und Ärzten der Wunsch nach verlässlicher Entlastung.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die eigene Fachrichtung. Viele Mediziner arbeiten im Alltag fachlich weit entfernt von der Allgemeinmedizin, die im Bereitschaftsdienst jedoch eine zentrale Rolle spielt. Dazu zählen unter anderem Radiologen, Strahlentherapeuten, ärztliche Psychotherapeuten oder Gynäkologen. Auch Medizinische Versorgungszentren stehen regelmäßig vor der Herausforderung, alle dienstpflichtigen Vertragsarztsitze personell abzudecken.

Wie kann man einen KV-Dienst verkaufen?

Für die Abgabe eines KV-Dienstes stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Kollegiale Lösung
    Der Dienst wird mit einem niedergelassenen Kollegen getauscht oder von diesem übernommen.

  • KV-Listen
    Viele Kassenärztliche Vereinigungen führen Listen freiwilliger Vertreter, deren Kontaktdaten angefragt werden können.

  • Externe Ärzte
    Häufig übernehmen angestellte Ärzte oder Assistenzärzte aus Kliniken KV-Dienste als Nebentätigkeit. Voraussetzung ist stets die fachliche Eignung für den Bereitschaftsdienst.

Wo kann man einen KV-Dienst verkaufen?

Grundsätzlich existieren zwei zentrale Vermittlungswege:

  1. Dienstplanportale der KVen
    Interne Portale ermöglichen es, Dienste zur Übernahme anzubieten.

  2. Spezialisierte Dienstleister
    Externe Vermittlungsplattformen wie MeinDienstarzt verfügen über bundesweite Netzwerke qualifizierter Vertreter.

Der Vorteil spezialisierter Anbieter liegt in der geringen Bürokratie. Die Kosten für die Vermittlung hängen meist von Faktoren wie Region und Kurzfristigkeit ab. Im Gegensatz zu Praxisabgaben oder Kassensitzübertragungen sind keine Nachbesetzungsverfahren oder Zulassungsausschüsse involviert.

Kosten für die Abgabe eines KV-Dienstes

Die Vergütung wird individuell vereinbart und vor der Vermittlung transparent festgelegt. In der Regel fallen nur dann Kosten an, wenn tatsächlich ein passender Vertreter gefunden wurde. Eine Registrierung oder das Einstellen von Diensten ist bei spezialisierten Plattformen häufig kostenfrei.

Definition: Was beinhaltet der KV-Dienst?

Der ärztliche Bereitschaftsdienst stellt die ambulante medizinische Versorgung außerhalb der regulären Sprechzeiten sicher. Die Organisation erfolgt durch die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung und ist regional unterschiedlich geregelt.

Die gesetzliche Grundlage bildet § 75 Abs. 1 und 1b des SGB V. Bundesweit sind 17 Kassenärztliche Vereinigungen für die Organisation verantwortlich.

In der Praxis unterscheidet man zwei Dienstformen:

  • Fahrdienst
    Ärztliche Hausbesuche bei Patienten im häuslichen Umfeld.

  • Sitzdienst
    Behandlung an einem festen Standort, etwa in einer zentralen Notfallpraxis oder in Krankenhausnähe.